Warum deine Seelenwunden, Stück für Stück, dein Leben zerstören und wie du sie überwindest, um endlich dein wahres Ich zu leben.

Unbewusste Muster und Prägungen bestimmen unser Leben!
Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass wir nur in etwa 10 Prozent unseres täglichen Lebens, bewusst wahrnehmen und steuern. 90 Prozent spielen sich hingegen in unserem Unterbewusstsein ab und beeinflussen massiv unseren Alltag. Die meisten Menschen sind daher ihr Leben lang, Opfer ihrer Muster und Prägungen.
Da unser Leben im Außen, stets ein Spiegel unserer inneren Welt ist, zeigen und wiederholen sich ständig die Ereignisse, die im Unterbewusstsein tief verankert sind. Wie eine Schallplatte, die immer wieder abgespielt wird, ziehen wir dieselben Erfahrungen in unserem Leben, die unserem aktuellen Bewusstseinsstand entsprechen. Obwohl es die wenigstens wissen, ist das Leben stets auch eine Aufforderung, zum Wachstum und zur Weiterentwicklung. Wenn wir z.B. zu lange in einem Job festhängen, der nicht unserer Leidenschaft und unseren Talenten entspricht, so bekommen wir vom Leben Botschaften, beispielsweise durch Burn- Out oder andere Erkrankungen. Beachten wir diese Hinweise nicht, so fühlen wir uns nicht nur immer schlechter, sondern riskieren schwerwiegendere Krankheiten. Das Leben ist folglich stets ein Aufruf, das Unbewusste bewusst zu machen.

Schon in frühen Jahren bildet sich unser Unterbewusstsein aus. Vor allem sind es schmerzhafte Erfahrungen, die zu einer Zeit geschehen, in der es uns nicht möglich erscheint, diese bewusst zu fühlen, sodass wir sie einfach verdrängen. Jedes noch so kleine Ereignis, welches wir nicht bewusst annehmen und mit den dazugehörigen Emotionen ausleben, wird in unser Unterbewusstsein verdrängt. Infolge dessen entsteht unser “Ego” (unser “Falsches Selbst”), dass uns vor den Wunden beschützt, die wir nicht glauben, aushalten zu können. Da unser “Ego” dadurch mehr und mehr unser Verhalten bestimmt, verlieren wir den Kontakt zu unserem “Wahren Ich”. Deshalb ist es wichtig zu begreifen, dass das Ego uns täuscht. Und das nur, um uns vor verdrängten Seelenwunden zu beschützen. Es gaukelt uns vor, dass oberflächliche Dinge, wie zum Beispiel materielles oder Status, Erfüllung bringen.

Die Wahrheit ist jedoch, dass wir nur echte Erfüllung im Leben finden, wenn wir die Wunden unserer Seele heilen und zu unserem “Wahren Ich” zurückkehren.

Die bekannte französische Psychologin Lise Bourbeau fand heraus, dass es fünf Seelenwunden gibt, an denen wir leiden und fünf dazugehörige Masken, die wir tragen, um sie zu verstecken.
Dabei hängt die Stärke einer Maske von der Tiefe, der jeweiligen Wunde ab.
Meistens leiden wir unter 2 Hauptwunden und weiteren Nebenwunden, die in verschiedenen Situationen unseres Lebens aktiviert werden.

Hier die 5 Wunden im Überblick:

Wunde der Ablehnung — Maske der Flucht

Wunde des Verlassenwerdens — Maske der Abhängigkeit

Wunde des Vertrauensbruchs — Maske der Kontrolle

Wunde der Demütigung — Maske der Unterwürfigkeit

Wunde der Ungerechtigkeit — Maske der Starrheit

Es erfordert Mut, sich seinen
Seelenwunden zu stellen.

Die Wunde der Ablehnung:

Diese Wunde kann bereits schon vor der Geburt auf das Kind übertragen werden. Das Gefühl der Ablehnung ist so schmerzhaft, dass der Betroffene sich sehr bald die Maske der Flucht zulegt.
Damit er die schmerzhaften Gefühle vermeiden kann, beginnt er aktiv aus Situationen zu flüchten, in denen er sich abgelehnt fühlt oder sich innerlich zurückzuziehen.

Seine größte Angst ist die Panik.

Die Wunde des Verlassenwerdens:

Diese Wunde entsteht im 1.-3. Lebensjahr. Verursacht wird sie durch einen Mangel an Zuneigung oder Mangel an der gewünschten Aufmerksamkeit des andersgeschlechtlichen Elternteils.
Durch diese tiefen Schmerzen entwickelt der Betroffene die Maske der Abhängigkeit. Um diese tiefe Wunde nicht zu spüren, verhält sich der Betroffene vor allem in intimen Beziehungen oft abhängig und neigt dazu, sich aufzuopfern.

Seine größte Angst ist die Einsamkeit.

Die Wunde der Demütigung:

Die Wunde der Demütigung entsteht vermehrt im 1.-3- Lebensjahr und hängt mit der Mutter beziehungsweise dem Erwachsenen, der die Mutterrolle übernommen hat zusammen.
Der Betroffene erlebt Dinge, bei denen er sich gedemütigt fühlt und legt sich alsbald die Maske der Unterwürfigkeit zu. Er neigt dazu, seine wahren Bedürfnisse und Empfindungen in den Hintergrund zu stellen, aus Angst sich lächerlich zu machen.

Seine größte Angst ist die Freiheit.

Die Wunde des Vertrauensbruchs:

Diese Wunde entsteht im 2.-4. Lebensjahr. Betroffene erleben Situationen, bei denen ihr Vertrauen gebrochen wird und die Erwartung, in Bezug auf die Gegenliebe das andersgeschlechtlichen Elternteils, nicht erfüllt wird.
Missbrauch und Vergewaltigungen werden in den meisten Fällen auch als Vertrauensbruch wahrgenommen.
Dies sorgt dafür, dass sich der Betroffene die Maske der Kontrolle zulegt. Er versucht nun jede Situation zu überwachen oder zu kontrollieren.

Seine größte Angst ist Trennung und Verleugnung.

Die Wunde der Ungerechtigkeit:

Diese Wunde entsteht im 3.-5. Lebensjahr. Sie hängt mit dem gegengeschlechtlichen Elternteil zusammen.
Der Betroffene fühlt sich missverstanden und ungerecht behandelt. Er legt sich die Maske der Starrheit zu, um den tiefen Schmerzen zu entgehen. Leistungszwang und Perfektionismus sind typische Merkmale seines Verhaltens.

Seine größte Angst ist die Gefühlskälte.

Zum unserem wahren Ich zurück
zu finden und uns der Welt zu
schenken, ist das eigentliche
Ziel unseres Lebens.

Fazit:

Dies war ein Einblick, in die Welt der Seelenwunden. Um ein wirklich erfülltes Leben zu führen und aus unserem wahren Ich zu handeln, führt kein Weg daran vorbei, unsere Wunden zu heilen.
Die Heilung fängt mit dem erkennen und akzeptieren der Wunden an.
Fundierte Heilmethoden und Meditationen helfen uns, unsere Masken komplett abzulegen. Weitere Informationen findest du weiter unten.


Quellenangabe: Lise Bourbeau – Heile die Wunden deiner Seele.
Der Artikel entstand in der Zusammenarbeit mit Mustafa Inan von JM-Visions.

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